Gewässer im Kreisgebiet

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Wichtige Oberirdische Gewässer im Rhein-Lahn-Kreis

Der Gelbach
Der Gelbach
Der Gelbach ist 39,7 km lang. Er ist ein nördlicher, rechtsseitiger Zufluss der Lahn im südlichen Westerwald. Das Einzugsgebiet umfasst 221,2 km und durchfließt den südlichen Rand des Westerwaldkreises sowie den Rhein-Lahn-Kreis. Der Gelbach entsteht in Montabaur durch den Zusammenfluss von Aubach und Stadtbach. Er mündet bei Obernhof in die Lahn. Der Gelbach hießt ursprünglich – wie einer der Quellzuläufe – Aubach. Da er aber durch die Arbeit der Färber in Montabaur meistens gelb eingetrübt war, wurde er landläufig Gel-Bach (gelber Bach) genannt.



Der Gelbach wurde nachweislich seit dem frühen 14. Jahrhundert dazu genutzt, Mühlen zu betreiben. Der Deutsche Orden in Koblenz hatte seit 1302 Besitz in Weinähr und nannte auch eine Mühle sein Eigen. Bis zu fünf Mühlräder nutzten die Kraft des aufgestauten Gelbachs, um Ölfrucht und Korn zu mahlen, bzw. um das Hammerwerk zu betreiben.
Der Gelbach ist vor allem zur Mündung hin sehr tief in die Landschaft eingeschnitten. Dies macht sein Tal landschaftlich reizvoll und zu einem beliebten Ausflugsziel in der Region. In Weinähr, in der Nähe der Mündung, wird etwas Weinbau betrieben.